Fühle die Pferde und lass die Seele baumeln!
 

Reitbewegungen 

Beim Reiten soll man es dem Pferd leicht machen 

Pferde sollen sich gelöst bewegen. Dazu muss man den Körper- und Gewichtsdruck auf den Pferderücken so gering wie möglich halten. Bei der Monotonie des ständigen Auf und Ab des Gesäßes im Sattel wird dem Pferd das Reitergewicht in den Rücken gedrückt. Die Hände werden meist starr seitlich des Widerrists gehalten. Das lässt den Schwung und die dynamischen Bewegungen der Körperpartien zur Unterstützung der Leichtigkeit der Pferdebewegungen vermissen. Mit Elan zu reiten bedeutet die Agilität des Pferdes mit den Zügelhänden, Schultern und Gesäßpartien zu übernehmen. Agiles Reiten, das ist meine Bezeichnung dafür, nutzt die Dynamik des Körpers im Rhythmus des Pferdetakts. Der Körper schwingt abwechselnd diagonal und dabei heben und senken sich über Kreuz die Schulter- und Hinterpartien des Pferdes. Sitzt man in einer allzu bewegungseingeschränkten Haltung auf dem Pferd, dann arbeitet man mit dem zuvor erwähnten Druck des Reitergewichts gegen die Schwingungen des Pferdekörpers. Aber dennoch wird vom Pferd erwartet dass es sich anpasst, wie die Menschen auf ihnen sitzen. Aber das kann es als "Vierbeiner" in anatomisch proportionaler Hinsicht sowie von den Gangarten aus nicht, sich auf die Bewegungen eines "Zweibeiners" umzustellen. Dieses Missverhältnis sorgt beim Reiten für fehlende Harmonie, wenig Agilität und Dynamik. Das nehmen Menschen, die in einer starren Haltung zu reiten gewohnt sind, nicht wahr. Sie merken es nicht. Aber von außen kann man es an der Körperhaltung sehen, dass Pferd und Mensch sich asynchron zueinander bewegen. Etwas mehr Schwung betont schon die Bewegungsabläufe und bringt mehr Leichtigkeit/ Agilität ins Reiten hinein. Hier sollte man als Mensch die Leichtigkeit seines Pferdes im Gefühl und Blick haben, indem man seine Reitbewegungen mehr und besser an die des Pferdes angleicht und das nicht umgekehrt von Pferd erwartet!