Fühle die Pferde und lass die Seele baumeln!
 

Was macht das Lernen aus?

Ich möchte etwas Bestimmtes wissen, etwas Spezielles können oder mehr Wissen erfahren, dann lerne ich das. Ich bilde dazu die Fähigkeiten aus, um die Fertigkeiten zu bekommen, die ich für das Können brauche, um das es mir beim Lernen geht. Ich tue also etwas dafür: Das ist Lernen! Mein Ziel ist der Antrieb, den ich haben muss, wenn Lernen erfolgreich sein soll. Der Mensch braucht ein Motiv als Grund der Motivation für sein Handeln. Etwas Können und Lernen müssen ist eine andere Motivation als etwas von selbst können und lernen zu wollen. Der Freiheitsgrad der Selbstentscheidung spielt beim Lernen auch eine Rolle für Motivation. Muss man lernen oder möchte man lernen?
Lernen ist der Weg, um Fertigkeiten und Kenntnisse, die man nicht hat, zu bekommen. Lernen ist ein lebensnotwendiger Prozess, ein Leben lang.
Man muss das nicht tun. Das kommt von selbst, automatisch, auch ungewollt! Das Leben bringt es mit sich, dass man lernt. Darüber müssen sich Menschen keinen Kopf machen. Das erledigen schon die Motive des Lebens. So hat doch jeder seine Gründe zum Lernen: Das muss ich können, das möchte ich noch können, dafür lerne ich. 
Auch Pferde lernen vom Fohlen an, was sie zum Leben und zur Kommunikation brauchen, um sich darin zu entwickeln und in der Natur zurechtzukommen. Dabei gibt es bei ihnen kein Muss! Das geschieht von selbst, intuitiv und instinktiv. Hierin unterscheidet sich ein Pferd vom Menschen: im Zwang des Müssens! Dem haben Pferden nicht. Die Natur gibt ihnen das Lernen vor. Das Leben in der Gesellschaft und die Kommunikation der Pferde gehen davon aus. Davon können wir für das Leben lernen, um Lernen als notwendigen Teil des Lebens für das Leben zu begreifen. So wie es Pferde tun, mit denen ich mich bei diesem Thema befasse.