Fühle die Pferde 
und lass die Seele baumeln! 

Easy Riding Methode 

Das leichtere feine Reiten: Training mit der "Fühle die Pferde-Methode". 

So müssen sich Pferde und Menschen nicht gegenseitig verbiegen und können feinfühliger miteinander kommunizieren. 

Pferde wissen von selbst am besten wie sie sich bewegen können. Das Verhalten bieten sie den Menschen an, die mit ihnen reiten. Der Mensch versucht mit Reithilfen Einfluss auf die Bewegungen des Pferdes zu nehmen, über Zügelhaltung, Gewichtsverlagerung und Schenkelkontakte. Die Hilfen haben Menschen in den Stilrichtungen entwickelt. Jedoch ist es nicht immer so leicht diese bei den Pferden anzuwenden. Das Antreiben im Schritt, Trab und Galopp ist noch einfach. Aber dann wird es eventuell schwieriger mit der Koordination der Hilfen. Sie können bei Pferden auch gegenteilige Bewegungsabläufe hervorrufen oder gar provozieren, wenn sie falsch angesetzt oder im falschen Moment gegeben werden. Dann wirken sie auf Pferde irritierend, anspannend und rufen Unruhe, und Gegenreaktionen hervor, die durch weitere falsche Hilfen noch mehr verstärkt werden. In diesen Situationen kann man das Zusammenwirken der körperlichen Einwirkungen in ihrer Intensität und Folge auf das Verhalten der Pferde nicht genau bestimmen und fein aussteuern. Dann finden Pferde und Menschen in der Kommunikation im Takt der Reitimpulse nicht mehr zueinander. Wer das so beim Reiten erlebt kennt das auch. Durch Verwirrung, Unlust und Nervosität kommt kein entspannt gelöstes Reiten zustande. 
Die Easy Riding Methode geht deshalb einen anderen Weg bei den Reithilfen. Das Training nimmt Bezug auf das vom Pferd ausgehende Bewegungsverhalten als Basis der Hilfeeinwirkungen des Menschen. Das Pferd ist hier der Ausgangspunkt der Steuerung und Koordination der Reitabläufe. Der Mensch leitet durch fein dosiert gegebene Körperimpulse das gewünschte Reitverhalten ein und lässt dabei das Pferd sich physisch danach ausrichten, wie es den Ansatz der Bewegung ausführt. So behält das Pferd das gute positive Gefühl der eigenen Verhaltensabläufe und der Mensch steuert nur leicht durch seine Hilfen diese Prozesse. Das fördert beim Reiten erheblich die Harmonie der Verständigung, wodurch man eine fein stimulierende Wirkung der Reithilfen auf die Kooperationsbereitschaft des Pferdes erzielt. Weniger Druck, dafür mehr Feinmotorik, hilft hier das leichte Reiten zur Anwendung zu bringen. Pferde sind sensibel und reagieren sehr positiv darauf, wenn sie nicht genötigt werden, etwas für sie gefühlt Unangenehmes gegen ihre eigene Bewegungskoordination ausführen zu müssen. Aber die Menschen bestehen bei den Pferden darauf, dass sie sich exakt entsprechend den gegebenen Reithilfen verhalten. Hier besteht für mich als Reiter und Trainer in Hinsicht auf das Pferdewesens und Verhaltens ein gewisser Widerspruch, der sich durch feines Reiten auflösen kann. Dazu gibt es ein Reittraining der Gefühle und Feinmotorik auf dem Pferd. Reiten ist eben nicht nur eine Frage des Stils, sondern auch der Feinabstimmung der Kommunikation mit dem Pferd.