Fühle die Pferde
und lass die Seele baumeln! 

Mit Argumenten überzeugen

Das Wichtige und Wesentliche sollte man nicht infrage stellen. Das andere schon! Hierbei geht es um die Ermessensfrage, was wichtig und wesentlich ist und darum, worauf verzichtet werden kann. Man schleppt im Leben einiges mit sich herum, was genauer betrachtet unnötig ist und mehr belastet als das es nützt. Das Ermessen dazu ist eine persönliche Frage des Empfindens und des Geschmacks, der Vorlieben und Vorzüge, des Bedarfs und der Wünsche. Man kann darüber reden, wird aber im Ermessen verschiedene Ansichten und Verständnisse haben, die sich individuell auf das Wichtige und Wesentliche beziehen, was Menschen dazu meinen. Infolgedessen wird man Menschen nicht davon überzeugen, dass etwas aus anderer Sicht unwichtig sein könnte. Das herauszufinden bleibt den Menschen selbst überlassen. Macht auch keinen Sinn sich darüber zu streiten. Wenn Veränderung unerwünscht ist haben Argumente keinen Erfolg! Sie erreichen die Menschen nicht.
Als Trainer, der mit Menschen und Pferden zu tun hat, ist das für mich eine Grundregel in der Argumentation. Aber es gibt auch einen Weg, wie man seine Informationen als Denkansätze platzieren kann, ohne Druck in die Kommunikation zu bringen. Das ist eine gute Trainingsmethode auf das Wesentliche hinzuweisen und das Wichtige dabei in den Vordergrund zu stellen. Das Verfahren anzunehmen bleibt aber im Ermessen des anderen. Bei Pferden braucht man diese Methode nicht! Pferde achten grundsätzlich auf das Wichtige und Wesentliche. Schon von Natur aus ist das bei ihnen so! Nur die Menschen machen Unterschiede in den Wertigkeiten des Wichtigen und Wesentlichen. Was für sie dabei im Vordergrund steht vertreten sie mit ihren Argumenten. Daraus lässt sich auch der Standpunkt erkennen, von dem beim Training ausgegangen werden muss! Der ist wichtig für den Erfolg der Argumentation bei Veränderungen im Dialog zwischen Menschen, Pferd und Trainer.