Fühle die Pferde
und lass die Seele baumeln! 

Ausgewogenheit von Leistungen (Teil 1)

Was man dazu sagen kann:
Leistungen kommen, gehen, werden aufgebaut, in Anspruch genommen, abgebaut, reduziert. Damit verbunden sind das individuell persönliche Leistungsvermögen, die Leistungsbereitschaft, der Leistungswille und die Fähigkeiten der Menschen, die es ermöglichen Leistungen zu bringen. Es sind Leistungen, die das Leben erfordert, mit denen Herausforderungen bewältigt werden, die zu überragenden Ergebnissen führen, an denen Erfolge hängen. Was tun Menschen dafür, was sie leisten können oder sich leisten? Das scheint grenzenlos zu sein! Dennoch werden Grenzen aufgezeigt und überschritten, wo Leistungen Energie kosten. Es sind ja nicht nur die großen Dinge, die Menschen leisten können. Mehr noch sind es die unzähligen kleinen Taten und Tätigkeiten, die generell das Leben mit sich bringt und zum Leben notwendig sind. Dafür brauchen Menschen ihre Kraft und die Bereitschaft das zu leisten. Wer mehr will und darüber hinaus geht, muss auch mehr dafür tun. Inwieweit die Anstrengungen in Erfolg umgesetzt werden ist ungewiss. Das man durch mehr Leistung auch erfolgreich ist, hat nicht nur mit direkter Kraftanstrengung zu tun. Physische Kräfte muss man aufbauen, dafür trainieren, denn sie bleiben nicht konstant und verschwinden wieder im Auf und Ab von Leistungsgewinn und Leistungsverbrauch. Erholung ist eine Möglichkeit für neuen Leistungsaufbau. Entspannung schont Körper und Geist. Je nach Leistungen bedarf es davon mehr oder weniger. Aber achtet man auf Ausgewogenheit oder mutet man sich zu viele Leistungen zu, die insgesamt zur Belastung werden? Die macht abgespannt, müde, energielos und krank! Darunter leiden viele Menschen im Leben, die erhöhte Leistungen bringen. Ihre Erwartungen an sich selbst und an andere Personen sind hoch, dem Erfolg zugrunde liegend. Aber welchen Preis ist der Erfolg wert? Geht dieser am Ende auf das Leistungsvermögen und die Gesundheit der Menschen zurück, auch der von Tieren, die Leistungen für die Menschen erbringen. Überanstrengung, Überlastung, Mehrbelastung, Trainingsübertreibung, Grenzüberschreitung, Unachtsamkeit, Erfolgsdruck/-zwang und andere Faktoren gehen über das Ziel hinaus, das bei Leistungen sinnvoll ist. Das kann man auf alle Bereiche beziehen, in denen Menschen und Tiere übermäßig viel beansprucht werden. Hier stellt sich die Frage: 
Wann ist Leistung ausgewogen? Die Achtsamkeit auf die Folgen, so früh wie möglich, ist ein guter Ratgeber zur Einschätzung des vorhandenen Leistungsvermögens bei Mensch und Tier. Ignoranz und Überschätzung der Leistungspotenziale sind kein guter Rat, auch beim Training nicht, das Menschen selbst leisten oder mit Pferden machen.