Werners Pferde- und Flüsterwelt
    

Pferd und Reiten - auch daran denken ist nicht verkehrt!

In einer Menschenwelt ist die Sichtweise auf das Reiten eine andere als bei den Pferden. Meine Texte sollen das erläutern, was ich dazu meine. 

Die Einstellung ist ein Punkt im Hinblick auf das Bedürfnis des Reitens sowie auch auf die emotionale Stimmung des Pferdes zu achten: Man geht zum Pferd und reitet - oder man geht zum Pferd und überlegt erst dann ob man es reitet.

Menschen haben ihre Welt, in der sie leben, die sie sehen, fühlen und verstehen. Auch im Hinblick auf Pferden ist das eine persönliche Welt der Erfahrungen des Umgangs mit dem Pferd. Dabei erleben sie das Pferd über der inneren Bezug ihrer Gefühle zum Verhalten des Pferdes, das seine Gefühle ebenfalls dem Menschen in Form seines Verhaltens zeigt. Welche emotionale Bindung der Mensch hier in seiner Welt zum Pferd hat bleibt das Geheimnis seiner Empfindsamkeit. Sie wird für sich behalten, denn sie ist ganz persönlich individuell mit den Sinnen und Eigenschaften der Menschen verknüpft. Das zeigt sich im Stil der Reitweise, die das Ergebnis davon ist, wie die Welt der Menschen und Pferde ist. Als Trainer muss man darauf achten.

Das sensitive/empathische Reiten ist eine Kombination aus dem Zusammenwirken der Gesäßpunkte, Beinkontakte, Schulterdynamik und Aktivitäten des Oberkörpers. der Arme und Zügelhände. So viel zu gleich möglichst ruhig und fein miteinander zu kombinieren und zur Verständigung mit dem Pferd zu verbinden, das erfordert eine gute Konzentration der Gefühle auf das Pferd, dessen Gefühle und Verhalten. Das  wird beim Reiten zu einer Sprache zwischen Mensch und Pferd im Einklang von Dynamik und Agilität zusammengefügt. Es ist keine Kunst, aber der Ausdruck eines empathischen Bindungsverhältnisses zum Pferd, den der Mensch mit den Eigenschaften seiner Sprache auf das Pferd überträgt. Das heißt, Reiten in der Einstellung der Reitweise so zu verstehen. So wie beschrieben werden das wohl nur die Menschen können, die sich auch diese Gedanken über ihre Reitweise machen und das so erklären können, damit es auch andere verstehen, wodurch sich Reiten ausbildet.

Eins zu sein im Geiste der Gedanken und mit Gefühlen des Pferdes lässt die Sprache von Mensch und Pferd zur einer Einheit werden. Es scheint wie eine andere virtuelle Welt zu sein, in der sich der Mensch beim Pferd befindet. Es lässt sich nicht so leicht begreifen, welche Faktoren hier mit im Spiel sind, wenn man die Sprache erklärt. Dazu braucht es schon den Willen, darüber mehr zu erfahren, es auch selbst auszuprobieren, es zu fühlen, um es zu verstehen. Nicht nur beim Reiten geht das - auch im Bezug zum Pferd am Boden wird der Umgang von der Sprache bestimmt. Das ist ja nicht das Thema der Menschen, sich darüber zu unterhalten, ihre Erfahrungen auszutauschen, weil sie solch ein Thema nicht in ihre Pferdeverständniswelten einbeziehen. Darum werden sie nicht darüber miteinander sprechen. Sie haben sich wohl Wichtigeres zu erzählen, über sich und ihre Pferde. 

Die Faszination durchdringt die Gefühle der Menschen beim Reiten. Einwirkungen und Auswirkungen sind miteinander verknüpft, die dabei entstehen. Pferde unter sich verhalten sich anders: nicht so wie sie von Menschen geritten werden. Das Reiten ist ja nicht die Natur ihres Lebens, aber dafür die der Menschen, sie zu reiten. Das ist ein natürlicher Gegensatz, der hier besteht. Pferde vermeiden größere Belastungen, die ihnen schaden können. Menschen verursachen sie mit dem Reiten. Den Zustand der Ausgeglichenheit herzustellen ist ihnen nicht gelungen.. Das Einwirken auf ein erträgliches Maß zu beschränken hilft den Pferden, das Gewicht der Menschen besser zu tragen, sich in den Gangarten auszubalancieren und entspannen zu können, wie es die Pferde tun. Fehlt es an Einsicht bei der Faszination des Reitens, dann kommen die Auswirkungen der Einwirkungen physisch bei den Pferden an. Insbesondere dann, wenn die Menschen die kräftezehrende Leistungen nicht selber leisten müssen, die nicht dem eigentlichen Naturell der Pferde entsprechen. Die Reitweise muss den harmonischen Zustand zwischen Einwirkungen und Auswirkungen herstellen. Aber mal Hand aufs Herz: Wer denkt schon daran beim Reiten?

Was tut den Pferden beim Reiten gut? Das ist es, was man fühlen muss, wenn man auf ihnen draufsitzt. In dieser Hinsicht hat Reiten eine positive Auswirkung - mental sowie physisch - auf die Bindung von Pferd und Mensch und die Harmonie der Kommunikation im Reitumgang mit dem Pferd, der die Menschen fasziniert. Dabei auf Entspannung hinzuarbeiten bildet das wichtige Fundament von mentaler und physischer Balance in Bezug auf die Natur des Pferdes aus. Dieser Ansatz stellt das Reiten in ein besonders Licht für Pferde und Menschen. Man muss auf die Pferde achten (Achtsamkeit entwickeln), schon bevor man aufsitzt. Hier geht es los, wie es  ein Pferd empfindet, dass sich ein Mensch daraufsetzen will. Die Reaktionen geben Auskunft über die Einstellung des Pferdes zum Reiten und woran es sich noch gewöhnen muss. Pferde haben andere Wahrnehmungsfaktoren als Menschen und die blenden sie beim Reiten nicht aus. Auch nicht ihre Empfindsamkeit in Bezug auf Mensch und Umwelt. Darin sind sie hellwach und reagieren darauf, was auf sie zukommt. 

Mit den Gefühlen am Pferd sein zieht das Verhalten nach sich. Die Gedanken treten in den Hintergrund zurück, wenn die positiven Gefühle beim Reiten dominieren. Dadurch entsteht eine Leichtigkeit, die man in der Kommunikation mit dem Pferd spürt. Diese empfindsame Leichtigkeit sorgt für den Schwung der Bewegungen (Agilität und Dynamik), den es zum Reiten braucht. Sich und das Pferd zu lösen, anstatt festzuhalten, ist der Punkt, um den es geht, Mentalität und Emotionalität harmonisch zu verbinden. Das kommt nicht jedem Menschen so vor, sobald man sich vom Gefühl der Harmonie mit dem Pferd verabschiedet. Dann denkt man nicht mehr an Leichtigkeit. Jedoch sie ist der Weg in der Sprache des einvernehmlichen Reitens. Ist die Leichtigkeit weg, verliert sich auch die Harmonie. Und dann: wissen die Menschen, was sie dagegen tun, wenn das so ist?

In der Kommunikation mit einem Pferd hat die Sprache der Gefühle einen besonderen Stellenwert. Sie vermittelt in der Stille der Emotionen das äußere Erscheinungsbild der verbindenden Kommunikation. Hier gibt es in der Pferdeschule Übungen zur Intensivierung der Bodenarbeit sowie zum Aufbau des Reitens in Bezug auf Empathie. Dann braucht es keinen Druck/Überdruck - nur das Verständnis der Gefühle als Träger der Informationen zwischen Mensch und Pferd. Das sieht vielleicht etwas anders aus und das ist auch gut so, dass es anders ist, als das was man allgemein sehen kann. Gefühle ergeben eben eine andere Form der Sprache, wie sie Pferde haben. Da ist es gut, als Mensch darauf einzugehen und mit dem Pferd nonverbal gefühlt umzugehen! Der Ausdruck des Pferdeverhaltens bestätigt das in der Sprache am Boden und beim feinen/sensitiven Reiten, welche verbindenden Wirkungen die Gefühle haben. Sie docken an die Psyche des Pferdes an und bringen Ruhe in das Pferd hinein.

Beim Reiten lässt sich nur wenig verändern, es sei denn, Menschen wissen dass sie hier Knackpunkte haben, die sie loswerden wollen. Ansonsten sind sie zufrieden, sich von den Pferden tragen zu lassen. Blickt man schon tiefer ins Reiten hinein, finden sich da Erkenntnisse zu Knackpunkten, die es gibt, wenn Menschen reiten. Darüber zu reden kann sie lösen, um damit umzugehen und man bekommt Perspektiven, an den Veränderungen zu arbeiten.

Reithilfe ist Training, wenn man auf dem Pferd besser werden möchte. 
Pferdehilfe gibt Pferden Vertrauen zu Menschen, wenn sie es nicht haben. 
Mehr dazu gibt es in der "Pferdeschule". 

Die Menschen sehen die Erfüllung ihrer Beziehung zum Pferd im Reiten. Das ist für sie der Zweck der Verbundenheit mit den Pferden. Dafür bilden sie sich und die Pferde aus. Ihre Beziehung erleben sie auf den Pferden. Das ist ihre Antwort, warum sie Pferde haben. In dieser Welt geht es um Reiten und das Zusammenspiel von Pferd, Mensch und Verhalten, wenn Menschen ihre Zeit bei den Pferden dafür nutzen. Und die Ausstattung der Mittel ist darauf bezogen. Was sonst, außer Reiten und Longieren, können sie noch mit Pferden tun? Schon die Kleinsten lernen das Reiten und so tun sie das ein Leben lang, weil es auch andere das so tun, die Pferde haben.

Bei Zufriedenheit braucht man die Reithilfe nicht. Wenn es anders ist, dann schon!

Zufriedenheit trägt dazu bei, dass das Gefühl des Reitens schön ist zur Erfüllung der Beziehung zum Pferd. Das macht die Menschen glücklich.

Menschen nehmen die Pferde für sich in Anspruch. Sie reiten, reiten, reiten. Der Konsens in der Verständigung mit dem Pferd ist ein wichtiger Aspekt im Einklang des Verhaltens, der sich beim Reiten zeigt. Hier wird der Ausdruck von Harmonie deutlich in der Sprache hervorgehoben. Das Verständnis lässt sich beim Training vermitteln. Viele Menschen reiten, üben und trainieren. Sie machen dabei ihre Erfahrungen, wie sie ihre Ansprüche bei den Pferden umsetzen. Der sanfte Weg der Einfühlsamkeit führt zur Harmonie der Sprache zwischen Pferd und Mensch. Das wissen die reiterfahrenen Menschen schon. Ihnen muss man das nicht erklären.

Pferde laufen so wie sie es wollen. Wenn sie von Menschen angetrieben werden, kann es sein, dass sie sich weigern. In der Regel verhalten sich Pferde zu den Menschen kooperativ. Auch beim Reiten wissen sie was Menschen von ihnen wollen, was sie tun und dass es auch wieder vorbei ist mit dem Antreiben und der Druck auf sie weg ist. Gewohnheit ist das, von der Menschen bei Pferden profitieren, wenn sie oft reiten. Darum meinen sie, viel reiten ist auch für die Pferde gut. Das bleibt mal so im Raum stehen, ohne es weiter aufzuführen. Welches Verständnis Menschen haben treibt sie zum Reiten an. Pferde sind daran gewöhnt, das Menschen mit ihnen reiten. Darum ist die Reitausbildung die Gewöhnung der Pferde an die Bedingungen der Menschen, Das Reittraining nimmt das Fühlen bei Pferden und Menschen auf.