Fühle die Pferde
und lass die Seele baumeln! 

Meine Einblicke in die Welt der Pferde 

Eine Welt der besonderen Art 

Was diese Welt so faszinierend macht. 

Im Zusammenleben der Menschen mit Pferden sollte zwischen Menschenwelt und Pferdewelt unterschieden werden. Die Welt der Pferde ist geprägt von ihrer Art der Tiere, ihren Wahrnehmungen, Empfindungen, Gefühlen und des Verstandes ihrer Artgenossen und Umwelt hat viele Besonderheiten, die man kennen, wahrnehmen und beachten sollte. Das garantiert den Menschen ein entspanntes und harmonisches Verhältnis zu den Pferden. Die Menschenwelt ist für Pferde befremdlich und artverschieden, aber dennoch akzeptieren die Pferde darin zu leben, zumindest einen Teil ihres Lebens. Sie sind in dieser Beziehung tolerant und anpassungsfähig. Sonst würde das so nicht möglich sein. Menschen hingegen stellen ihre Welt über die der Pferde. Das sieht man an der Art und Weise ihrer menschlich veranlagten und gewohnten Kommunikation mit Pferden. Sich hierin ein wenig mehr der Pferdewelt und ihrem Kommunikationsverhalten anzugleichen oder anzunähern entspannt den Umgang miteinander von Mensch und Pferd.  

Die Sprache der Pferde 

In der Welt der Pferde gibt es eine eigene Sprache, über die Pferde ihre Wahrnehmungen, Emotionen und Bedürfnisse äußern. Daran erkennt man schon die eigenartigen Merkmale dieser besonderen Pferdesprache. Sie vermitteln darüber hauptsächlich ihre Erlebnisse der Gegenwart und wie sie sich damit auseinandersetzen gegenüber anderen Pferden, ihrem Umfeld und den Menschen. Die Grundlagen ihrer Sprache heben sich von den Menschen durch nonverbale schlichte Einfachheit und körperlich betonte Ausdrucksformen aus. Menschen transformieren die Gesten der Pferde in die Menschensprache. Nur so können sie mit Pferden kommunizieren. Nimmt man aber die Gebärdenform der Sprache an, unterstützt von typischen akustischen Merkmalen, dann kommt man dadurch den Pferden in der Verständigung schon sehr nahe. Das erkennt man dann gut an der äußerlichen Haltung der Pferde, wie nahe man ihnen in ihrer Welt und Sprache nicht nur rein äußerlich, sondern auch innerlich emotional ist. 

Mit den Augen eines Pferdes

Unehrlichkeit, Missgunst, Neid, Gewinnstreben, Erfolgsstreben und andere Eigenschaften der Menschen haben Pferde nicht. Sie sind frei davon, was Menschen das Miteinander schwierig macht. Pferde sind das Gegenteil von dem was die Menschen charakterisiert. Und darum dominieren die Eigenschaften des Menschen über das Wesen der Pferde. Von ihnen wird verlangt sich unterordnen, gehorsam und folgsam zu sein. Was bedeutet das für ihr Naturell und Wesen? Eine durchaus interessante Frage. Trotz der Verhaltensweisen der Menschen haben Pferde noch ihren freien Willen, so wie sie ihn auch brauchen, um in der Natur zu leben. Der sitzt tief in ihrem Inneren und den kann man auch nicht abschalten. Dieser Wille kommt in ihrem Verhalten durch. Was die Menschen vom Benehmen der Pferde halten ist den Pferden in diesen Momenten egal. Für sie ist das normal. Hat der Mensch die Sicht darauf mit den „Augen des Pferdes“ ist ein kooperativer Konsens mit dem Willen des Pferdes im Umgang möglich. 

Was ein Pferd von sich preisgibt?

Das ist das was Menschen bei Pferden sehen. Entweder ist ein Pferd bereitwillig und macht folgsam mit oder es zeigt seinen Widerstand. Im ersten Fall ist alles gut, im Zweiten wird es zur Kooperation durch Zwang getrieben und bewegt. Mehr kennen die Menschen nicht. Was aber dabei beim Pferd im Inneren stattfindet, welche Emotionen dadurch ausgelöst werden, also der Zustand in dem sich ein Pferd befindet, dieser wird gänzlich außer Acht gelassen. Wie es dem Pferd geht: egal. Nur das für den Menschen vom Pferd Gewollte zählt und steht im Fokus des Verhaltens. Das Pferde äußerst sensible Kreaturen sind und sie Charaktereigenschaften besitzen, die sie in ihrem Verhalten zeigen, ist den Menschen scheinbar unwichtig. Doch Sensibilität, Sinne, Wahrnehmungen und Verhalten sprechen bei Pferden eine eigene Sprache. Augen, Ohren, Kopf, Schweif und Körperhaltung drücken das aus. Aber darüber wollen Menschen nichts wissen, was das aus Sicht eines Pferdes bedeutet. Mal ehrlich: Wen interessiert das? Pferde sollen das tun was Menschen wollen und das ohne Schwierigkeiten machen. Aber so sind Pferde von ihrem Naturell nicht eingestellt. Sie haben sich nur in gewisser Weise daran angepasst, dass sie den Menschen gehorchen müssen, sofern es ein Vorteil für sich ist. Hier stehen sie unter dem Einfluss der Welt der Menschen. Aber dennoch bleiben wie sie sind: Pferde! 

Bindungsstrukturen

Pferde halten eng zusammen und unterstützen und schützen sich gegenseitig. Sie haben ihre besonderen Methoden, wie sie das tun. Wenn man den Blickwinkel verändert erschließt sich einem die Welt der Pferde mit anderen Augen, den Gefühlen und Äußerungen der Kommunikation. Was man wissen sollte wird dadurch transparent und erklärt sich im Bezug zum Pferd und seines Benehmens. Pferde haben eine enge Bindung zu anderen Pferden. Das regeln die sozialen Strukturen in der Gemeinschaft untereinander. Der Mensch verändert das Gefüge durch seine Anwesenheit. Ist das jedem auch so bewusst, was bei den Pferden dadurch ausgelöst wird? Harmonie ist bei Pferden ein Bedürfnis ihres Zusammenlebens und des Zusammenhalts in der Herde. Störungen beeinflussen dieses sensible Gefüge. Menschen platzen da hinein. Plötzlich sind sie da und wollen was von den Pferden. Jetzt muss ein Pferd abwägen, ob es oder ein anderes davon betroffen ist bzw. direkt vom Menschen angesprochen wird. Ist diese Botschaft unbestimmt, werden Pferde sich abwartend verhalten und misstrauisch auf den Menschen reagieren. Es werden die Namen der Pferde gerufen. Das, so meinen Menschen, reicht schon aus um die Aufmerksamkeit des Pferdes auf sich zu beziehen. Aber was bedeuten die Namen, die Menschen den Pferden geben, für Pferde? Darüber denke man mal nach. Anderes kann methodisch durchaus effektiver sein. Präsenz, Persönlichkeit sowie vertrauensbildendes Verhalten kommen besser zur Geltung als die Rufe und das Geschnalze, um von den Pferden die Aufmerksamkeit zu erhalten. Pferde sind auch ohne dieses Benehmen der Menschen sehr aufmerksame Beobachter des Menschen. Darum kann man mehr durch die Wirkung der Person und der Körperhaltung erreichen, was man als Mensch beabsichtigt. Darin verstehen sich Pferde sehr gut, das für sie Bestimmte zu erkennen. 

Lebensräume der Pferde

Die Natur der Pferde hat auch die Grundlagen ihrer Lebensräume bestimmt. Nicht der Mensch kann Pferde hier gegen ihre Empfindungen hineinführen, sondern das Vertrauen zum Menschen, hier sicher zu sein. Dann verhält sich ein Pferd gehorsam und ruhig durch die Führung des Menschen. Pferde kann man nicht gegen die Natur ihrer Welt von ihrem Verhalten abbringen, geschweige denn versuchen sie zu überzeugen. Der Bezug der Pferde dazu ist zu stark, als das sich dieser unterdrücken lässt. Hierzu ein Beispiel. Nur weil Menschen mit Pferden in den Wald reiten (wollen) heißt das noch lange nicht dass die Pferde von sich aus gerne in den Wald gehen. Vielleicht erscheint ihnen diese Umgebung unheimlich, gefährlich und unübersichtlich. Das kann auch andern Orts der Fall sein. Das erklärt wieso sich Pferde hier ängstlich, nervös, angespannt und vorsichtig verhalten und sie deswegen nur widerwillig auf den Menschen hören. Kleinste Unsicherheiten lösen bei ihnen Nervosität und Erregung aus. Menschen greifen dann hart auf die Pferde zu, um das Verhalten abrupt zu korrigieren. Wie mag sich dabei wohl ein Pferd in einer für das Pferd aufregend wirkenden Umgebung fühlen? 

Manchen Pferde Geschäfte?

Nein! Ihre Welt ist frei davon. Sie ist ehrlich, klar und wahr. Damit können Menschen in ihrer Welt wenig anfangen. Sie leben zwischen klar und wahr. Wie werden sie aus dieser Einstellung den unvoreingenommenen Bezug zu Pferden finden? Menschen, die nicht nur an ihre Vorteile denken, haben einen starken Verbund zu Pferden. Sie kommen in der Pferdewelt mit ihrer Einstellung besser an. Pferde sind darauf fixiert, nicht wie ein Mensch, sondern wie ein Pferd zu denken, zu fühlen und zu handeln. Weiß das auch der Mensch, wird sich seine Beziehung daran orientieren. Das ist eine gute Beziehung, wo Mensch und Pferd in einer gemeinsam verstandenen Welt miteinander umgehen und kooperativ zusammen leben. Das ist schön, wenn man die anders ausgerichtete Welt des Menschen und seiner Geschäfte damit vergleicht! 

Pferdewissen

Woher kommt eigentlich das Wissen über Pferde? Wie gut kennen die Menschen die Pferdewelt, in der die Pferde leben?
Es braucht schon seine Zeit, das zu begreifen und zu erfahren, was in einem Pferd vorgeht und wie es sich dabei verhält. Was ein Pferd denkt ist sicherlich fraglich, wenn man kein Pferd ist. Dafür lassen aber Ableitungen aus dem Pferdeverhalten gewisse Rückschlüsse darauf zu, welche Gedanken sich im Verhalten eines Pferdes äußern, bezogen darauf, welche Gedanken wir als Menschen dazu haben. Der Mensch kann seine Feinsinnigkeit und Feinfühligkeit kann dafür nutzen, den Pferden in ihrer Gedankenwelt näher zu kommen. Eine besondere Begabung braucht es auch dazu. Viel Zeit mit Pferden zuzubringen ermöglicht es auch mehr von ihnen zu erfahren. Das macht das Wissen über Pferde aus. Der Ursprung des Know-hows liegt bei den Pferden, von denen die Informationen stammen, die das Wissen ausmachen. Diejenigen, die das tun, wissen schon mehr als andere über die faszinierende Welt der Pferde. Dahinter steht auch eine bestimmte Gedankenwelt des Pferdeverstandes, die dem Menschen diese Erkenntnisse erschließt.